Ich bin der Meinung, dass man – egal in welchem Land man Urlaub macht – ein bisschen von der Kultur verstehen sollte. Nach dem Lesen dieser 18 Dinge über Thailand sind Sie anderen Urlaubern schon einen Schritt voraus: Sie wissen, worauf man achten sollte und welche Eigenheiten typisch.

1. Das Land des Lächelns
Thais haben mehr als zehn verschiedene Arten zu lächeln. Ein Lächeln kann Freude, Zustimmung, Verlegenheit, Nervosität oder sogar eine Entschuldigung ausdrücken. Für Außenstehende sieht es oft einfach nur „freundlich“ aus – für Thais steckt viel mehr dahinter.
2. Begrüßung mit dem Wai
Händeschütteln ist in Thailand unüblich. Stattdessen legen die Menschen die Handflächen aneinander und verbeugen sich leicht – das nennt man Wai. Je höher die Hände gehalten werden, desto mehr Respekt drückt man aus.

3. Kopf heilig, Füße niedrig
Der Kopf gilt in Thailand als heiligster Teil des Körpers – ihn berührt man nicht einfach so, auch nicht bei Kindern. Die Füße gelten dagegen als niedrig und unrein. Deshalb sollte man nie mit den Füßen auf Menschen, Buddha-Statuen oder religiöse Symbole zeigen.
4. Essen mit Löffel statt Messer
Beim Essen verwenden Thais Gabel und Löffel – die Gabel schiebt das Essen nur auf den Löffel, der dann zum Mund geführt wird. Messer braucht man nicht, da das Essen bereits in mundgerechte Stücke geschnitten serviert wird.
5. Snacking den ganzen Tag
Thais lieben es zu essen – aber nicht unbedingt in drei großen Mahlzeiten. Stattdessen gibt es den ganzen Tag über kleine Snacks: von gegrillten Fleischspießen bis zu frischem Obst. Deshalb findest du in jeder Straße Essensstände. Und mal ganz ehrlich: Thailändisches Essen ist einfach mega lecker.

6. Lottofieber nach Träumen
Viele Thais sind leidenschaftliche Lottospieler. Sie kaufen ihre Lose oft basierend auf Traumzahlen oder „Zeichen“, die ihnen das Leben gibt – etwa ein bestimmtes Autokennzeichen oder eine Zahl, die in einer Geschichte auftaucht. Aberglaube spielt im Alltag vieler Thais eine wichtige Rolle.
7. Fanta für Hausgeister
Fast jedes Haus in Thailand hat ein Geisterhäuschen (San Phra Phum). Dort bringen die Bewohner kleine Opfergaben dar – Räucherstäbchen, Früchte, Blumen. Beliebt sind auch Getränke wie Fanta oder Red Bull, damit die Geister zufrieden bleiben. Bitte nicht anfassen oder mitnehmen.

8. Gelassen im Verkehr
Bangkok ist berüchtigt für seine Staus – doch weil Hupen hier extrem selten vorkommt, fällt es sofort auf. Thais bleiben erstaunlich geduldig und gelassen, auch wenn es mal stundenlang nicht vorwärts geht. Ein Grund, warum das Leben trotz Chaos entspannter wirkt.
9. Flip-Flops überall
Schuhe werden in Thailand fast überall ausgezogen – in Tempeln, aber auch in vielen Praxen, Häusern oder Massagesalons. Deshalb sind Flip-Flops das praktischste Schuhwerk im Land, und viele tragen sie sogar zu schickeren Anlässen.
10. Weiß ist schön
Während sich viele Europäer in der Sonne bräunen wollen, bevorzugen Thais das Gegenteil: helle Haut gilt als Schönheitsideal. Deshalb gibt es unzählige „Whitening“-Produkte in den Supermärkten – von Seifen bis Sonnencreme.

11. Sonne meiden – Thais lieben Schatten
Während viele Touristen die Sonne suchen und am Strand braten wollen, meiden die Thais die direkte Sonne so gut es geht. Helle Haut gilt als Schönheitsideal, deshalb nutzen sie Schirme, Hüte, Sonnencreme und langärmelige Kleidung, selbst bei hohen Temperaturen.
12. Höflich und ruhig bleiben
Thais legen großen Wert auf Gelassenheit und Harmonie. Selbst in stressigen Situationen, wie Staus oder kleinen Konflikten, bleiben sie meist ruhig und höflich. Lautstarke Auseinandersetzungen oder offene Kritik werden vermieden – das Bewahren des Gesichts und eines freundlichen Auftretens ist wichtiger als Recht zu haben.
13. Knutschen in der Öffentlichkeit? Lieber nicht
In Thailand gilt körperliche Zuneigung in der Öffentlichkeit, wie Küssen oder ausgedehntes Kuscheln, als unhöflich und privat. Händchenhalten ist in Ordnung, alles andere wird meist mit zurückhaltenden Blicken betrachtet. Das gilt selbst in Vergnügungsvierteln in Bangkok, Pattaya oder Phuket. Bar-Mädchen dürfen nicht angegrabscht werden. Wer diese Regeln kennt, zeigt Respekt und wird von den Einheimischen positiver wahrgenommen.
14. Beine hochlegen? – Besser nicht
Wie schon erwähnt gelten Füße als der niedrigste und unreinste Teil des Körpers. Wer sie hochlegt, etwa auf einen Stuhl, Tisch oder gar in Richtung einer anderen Person oder einer Buddha-Statue, zeigt damit Respektlosigkeit.
15. Nationalstolz
Zweimal täglich, um 8 Uhr morgens und 18 Uhr abends, erklingt in ganz Thailand die Nationalhymne aus Lautsprechern auf Plätzen, in Parks oder Bahnhöfen. Thais bleiben dann respektvoll stehen – auch von Farangs wird dies erwartet.

16. Königshymne im Kino
Bevor ein Film beginnt, wird in thailändischen Kinos die Hymne zu Ehren des Königs gespielt. Alle Zuschauer erheben sich dabei von ihren Sitzen, um Respekt zu zeigen. Auch Touristen sollten unbedingt mitmachen.
17. Alkoholkauf
In Thailand gibt es gesetzliche Verkaufszeiten für alkoholische Getränke: meist zwischen 11:00–14:00 Uhr und 17:00–24:00 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten darf Alkohol in Geschäften nicht verkauft werden. Auch an bestimmten Feiertagen wie buddhistischen Festen ist der Verkauf eingeschränkt.
18. FKK und Oben-ohne in Thailand
FKK-Strände oder oben-ohne Sonnenbaden sind in Thailand unüblich und kulturell nicht akzeptiert. Zwar wird an touristischen Stränden manchmal ein Auge zugedrückt, doch offiziell gilt Nacktheit als respektlos gegenüber der thailändischen Kultur. Wenn Sie im Urlaub großen Wert auf FKK oder Oben-ohne legen, sollten Sie besser andere Reiseziele wählen – Thailand ist dafür nicht der richtige Ort.
Fazit
Ein Urlaub in Thailand bedeutet schließlich nicht nur, einen langen Flug hinter sich zu bringen, am Strand zu liegen und Bier zu trinken. Sie gehören natürlich nicht dazu, aber es gibt Touristen, die genau so reisen. Manche Farangs benehmen sich aus Unwissenheit oder unter Alkoholeinfluss unangemessen in der Öffentlichkeit. In Thailand fällt so etwas besonders auf, da die Menschen viel Wert auf Höflichkeit und Zurückhaltung legen.
Thailänder in Dienstleistungsberufen – wie Taxifahrer, Masseurinnen oder Friseure – merken sich sehr genau, welche Touristen freundlich und respektvoll sind. Wer höflich grüßt, lächelt und kleine kulturelle Regeln beachtet, wird oft lieber bedient.