Kennen Sie schon Labubu? Das sind diese Plüschfiguren aus China. Die Plüschtiere sind seit diesem Jahr total im Trend. Ihr Markenzeichen ist dieses breite Grinsen, bei dem sie die Zähne zeigen. Dadurch sehen sie immer ein bisschen frech und schadenfroh aus.
Schon der Name Labubu klingt weich, fröhlich und kindlich. Durch die Wiederholung von „bu“ wirkt er verspielt und liebenswert und er lässt sich überall auf der Welt leicht aussprechen.
Meine erste Labubu habe ich letztes Jahr in Thailand gesehen. Damals hätte ich nie gedacht, dass dieses skurrile kleine Wesen einmal einen weltweiten Hype lostreten würde.

Warum unsere Liebe zu Puppen nie verschwindet
Jede Generation hat ihre eigene Kult-Puppe. Früher waren es Barbie & Co., die wir uns als Kinder sehnlichst wünschten. Doch das mit den Puppen hört nicht einfach auf, nur weil wir erwachsen werden – anscheinend verlagert es sich einfach in eine andere Liga: von Spielzeug zu Sammlerstück.
Ich weiß noch genau, wie groß meine Freude als Kind war, wenn an Weihnachten eine neue Barbie unter dem Baum lag. Mit jeder Puppe wuchs meine kleine Sammlung und jedes neue Outfit oder Accessoire fühlte sich an wie ein Schatz. Es war nicht einfach nur ein Spielzeug, sondern ein kleines Stück Glück.
Und mal ehrlich: Wenn heute schon ein Flusspferdbaby wie Moo Deng aus Thailand weltweit zum Social-Media-Star werden kann, überrascht es nicht, dass auch ein kleines Wesen wie Labubu die Herzen im Sturm erobert.
Der Hype ist zwar erst letztes Jahr in Thailand eingeschlagen, aber die Begeisterung kennt keine Grenzen. Im Gegenteil: Labubu ist längst global unterwegs. In New York feierte man sogar eine ganze Rave-Nacht im Labubu-Style.
Auch in Bangkok ist das Fieber angekommen: Pop Mart hat gerade im Iconsiam seinen Global Landmark Store eröffnet – und der ist schon jetzt ein Magnet für Sammler und Fans.
Was macht Labubu eigentlich zu einem so begehrten Sammlerstück, dass manche Figuren sogar sechsstellige Preise erzielen? Hier ist alles, was Sie über den Labubu-Hype wissen müssen.
Was ist Labubu?
Der Name „Labubu“ hat an sich keine Bedeutung. Der Künstler Kasing Lung hat die Labubus erschaffen. Schon früh entdeckte er seine Liebe zu Elfen und nordischen Märchen. 2015 veröffentlichte er die Buchreihen The Monsters und stellte darin einen verspielten Stamm weiblicher Elfen vor: die Labubus.
Mit spitzen Ohren, übergroßen Augen und einem frechen Grinsen, das genau neun Zähne zeigt, ist Labubus Erscheinung sofort wiedererkennbar. Manche finden sie hinreißend niedlich, andere eher wunderbar skurril. Unübersehbar ist Labubu in jedem Fall.
Laut dem offiziellen Händler ist Labubu gutherzig und möchte immer helfen, erreicht dabei aber oft versehentlich das Gegenteil. Ein schelmischer, liebenswerter kleiner Elf – genau die Art von Figur, in die man sich unweigerlich verliebt.

Der kreative Kopf hinter Labubu: Kasing Lung
Kasing Lung, geboren am 31. Dezember 1972 in Hongkong, ist nicht nur ein talentierter Illustrator und Designer, sondern auch der kreative Kopf hinter der beliebten Labubu-Figur.
Kasing Lung zog mit sieben Jahren in die Niederlande und entdeckte dort seine Liebe zu nordischen Märchen, vor allem zu den Elfen-Geschichten. Schon als Kind ließ er sich von Folklore und europäischen Märchen inspirieren, und genau das merkt man seinen Arbeiten an. Seine Figuren und Illustrationen sprühen vor verspieltem Schalk und berühren dabei auf eine Weise, die sofort ans Herz geht.
Er lebt mit seiner Familie in Belgien, wo er in Antwerpen ein eigenes Studio betreibt. Kasing Lung ist verheiratet und Vater einer Tochter. Neben den Labubu-Figuren widmet er sich auch seinen Bilderbuchprojekten wie „The Story of Puca“, „Pato and the Girl“ und „Miró’s Requiem“.
Finanziell hat Kasing Lung vom Erfolg von Labubu enorm profitiert. Die Figuren der The Monsters -Serie zählen zu den meistverkauften Designer-Spielzeugen weltweit, und die Labubu-Serie allein trägt jährlich hunderte Millionen US-Dollar zum Umsatz von Pop Mart bei. Durch diesen Erfolg hat Lung ein beträchtliches Vermögen aufgebaut.
Wie wurde Labubu eigentlich zum Art Toy?
Labubu schaffte offiziell den Sprung in die Welt der Art Toys, als Kasing Lung kurz nach dem Debüt von The Monsters eine Serie veröffentlichte, die von seinen Buchfiguren inspiriert war. Doch erst 2019 erlebte Labubu den großen Durchbruch – dank einer Zusammenarbeit mit dem chinesischen Spielzeugriesen Pop Mart.
Pop Mart wurde vor allem durch seine „Blind Boxes“ bekannt – kleine Überraschungsboxen, bei denen man erst beim Auspacken erfährt, welche Figur man wirklich erwischt hat. Dieses Konzept schlug bereits 2016 mit Molly, der kindlich-verspielten Figur des Hongkonger Künstlers Kenny Wong, ein wie eine Bombe. Als Pop Mart sich 2019 dann auch die Rechte an Labubu sicherte, war klar: Der exzentrische kleine Elf passt perfekt in dieses Überraschungs-Universum. Und tatsächlich – die Sammler waren sofort Feuer und Flamme.
Labubu-Figuren gibt es in allen erdenklichen Farben und Designs, jeweils gut versteckt in einer Blind Box. Die eigentliche Spannung liegt im Moment des Auspackens – wird es eine Standardfigur oder vielleicht die aufregende Entdeckung eines seltenen „Secret“ Labubu?
Genau dieses Überraschungselement ist ein wesentlicher Grund, warum Fans immer wieder zurückkommen.
Wie wurde Labubu zu einer weltweiten Sensation?
Anfangs beschränkte sich Labubus Ruhm hauptsächlich auf China. Der Hype begann gerade aufzuflammen, als das Land Ende 2022 aus der Pandemie herauskam. Der wirkliche Durchbruch kam jedoch im April 2024, als die in Thailand geborene K-Pop-Superstar Lisa Labubu ins Rampenlicht rückte und seine Beliebtheit in die Höhe schnellen ließ. Plötzlich war Thailand im Labubu-Fieber. Lokale Prominente griffen den Trend auf, Fans stellten sich vor Pop Mart-Filialen an und die Wiederverkaufspreise stiegen – einige Puppen wurden für mehr als 10.000 Baht verkauft. (ca. 263 Euro)
Während der Hype im Königreich vielleicht etwas abgeflaut ist, ist das Labubu-Fieber weltweit nur noch stärker geworden. Bis 2025 hatte sich Labubu als echtes globales Popkultur-Phänomen etabliert. Der Hype löste sogar die internationale Expansion von Pop Mart aus, mit neuen Filialen in den USA und weiteren Märkten in Planung. Die Nachfrage war so groß, dass in einigen Ländern wie Großbritannien der Verkauf vorübergehend gestoppt werden musste, um Streitigkeiten unter Kunden über die Puppen zu vermeiden.
Natürlich haben auch Prominente zur Begeisterung beigetragen. Rihanna wurde mit einem Labubu an ihrer Louis Vuitton-Tasche gesehen und Lady Gaga mit einer individuell gestalteten Puppe. Madonna feiert ihren 67. Geburtstag in Italien mit ihrem Freund, den Töchtern Mercy und Lourdes sowie einer riesigen Labubu-Torte, auf der die Worte „Happy Birthday Madudu“ standen.

Was steckt wirklich hinter dem Labubu-Hype?
Es gibt viele Gründe, warum Menschen von Labubu besessen sind. Ein Teil davon liegt an den Trends – wenn Stars wie Lisa oder Rihanna ihre Figuren präsentieren, wollen die Fans natürlich nachziehen. Labubu ist zu einem Statement geworden, einem Popkultur-Abzeichen, das zeigt: „Ich bin dabei.“
Natürlich sind Trends unberechenbar. Erinnern Sie sich an den Furby-Hype? Es schien unaufhaltsam – bis es das nicht mehr war. Plötzlich landete das Spielzeug, das alle haben wollten, vergessen im hintersten Teil der Schränke. Hoffentlich wird Labubu nicht dasselbe Schicksal ereilen.
Am Ende ist Labubu jedoch mehr als nur eine kurzlebige Modeerscheinung; es ist ein Art Toy. Es zeigt uns, dass Kunst in allen Formen und Gestalten kommen kann sogar in Form eines schelmischen kleinen Elfen. Wer weiß? In ein paar Jahren könnte Labubu mehr sein als ein Sammlerstück – vielleicht sitzt es in einem Museum oder einer Galerie und wird als Teil der Kunstgeschichte erinnertLabubu
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Weltweiter Verkaufserfolg
Die Labubu-Figuren von Pop Mart sind weltweit ein enormer Verkaufserfolg. Allein im ersten Halbjahr 2025 erzielte Pop Mart einen Umsatz von 1,93 Milliarden US-Dollar, wobei die Labubu-Serie mit rund 670 Millionen US-Dollar etwa ein Drittel zu diesem Ergebnis beitrug. Die Nachfrage ist besonders in den USA, Europa und Südostasien hoch, und Pop Mart plant, ab September 2025 täglich über 10 Millionen Einheiten zu verkaufen.
Empfohlene Labubu-Produkte für Sammler in Deutschland
Pop Mart Labubu The Monsters (1 Pack) – 100% Original
Einzelne Blind Box mit einer zufälligen Figur aus der „The Monsters“-Serie. Ideal, um die eigene Sammlung zu erweitern.
Pop Mart Labubu Have a Seat Blind Box
Teil der beliebten „Have a Seat“-Serie. Jede Box enthält eine von mehreren möglichen Figuren, was den Sammelfaktor erhöht.
POPMART Labubu The Monsters Lazy Yoga Series Figures Blind Box
Limitierte Edition mit einzigartigen Designs. Perfekt für Sammler, die nach besonderen Stücken suchen.
POPMART Labubu The Monsters Coca-Cola Series Figur
Kollaboration mit Coca-Cola. Besonders beliebt bei Fans von Markenkooperationen und Sammlern, die exklusive Figuren suchen.

Warnungen vor Fälschungen
Mit dem Anstieg der Nachfrage nach Labubu-Figuren sind auch Fälschungen aufgetaucht. In Großbritannien wurden Tausende von gefälschten Labubu-Puppen beschlagnahmt, da sie Sicherheitsrisiken für Kinder darstellen. In den USA warnte die Consumer Product Safety Commission (CPSC) vor „Lafufu“-Fälschungen, die eine Erstickungsgefahr darstellen. Der Begriff „Lafufu“ hat sich dabei als Sammelbegriff für illegale oder unsichere Kopien etabliert.
Achten Sie auf Zertifikate: Originale Labubu-Figuren haben oft ein Hologramm oder einen QR-Code zur Echtheitsprüfung.
So erkennen Sie echte Labubu-Figuren von Fälschungen
Echte Labubu-Figuren lassen sich von Fälschungen – den sogenannten „Lafufu“ – vor allem durch Verpackung, Material und Details unterscheiden. Originale kommen in stabilen, hochwertig bedruckten Blind Boxes mit klar erkennbaren Pop Mart-Logos, während Fälschungen oft billige Kartons und unscharfe Drucke haben. Auch die Figur selbst verrät ihre Echtheit: Echte Labubus sind aus robustem Vinyl oder hochwertigem Plüsch gefertigt, haben saubere Nähte, klare Gesichtszüge und ein Markenlogo auf der Unterseite. Fälschungen wirken dagegen leichter, schlecht verarbeitet und besitzen unpräzise Proportionen. Zusätzlich sind Originale meist nur bei autorisierten Shops erhältlich, während auffällig günstige Angebote oft auf Kopien hinweisen.

Labubu trifft Ai Kai
Im Tempel Wat Chedi Ai Kai in Sichon, Provinz Nakhon Si Thammarat begegnet man nicht nur den klassischen Opfergaben und Statuen, sondern auch gleich mehreren Labubu-Figuren. Mitten in der farbenfrohen Tempelwelt tauchen sie überall auf – mal kleiner, mal größer – und sorgen für ein unerwartetes Schmunzeln. Diese Mischung aus traditionellem Glauben und modernem Popkult wirkt erst überraschend, fügt sich dann aber erstaunlich harmonisch in die lebendige Atmosphäre des Tempels ein.
Ein ARD-Tagesschau-Bericht
Fazit
Natürlich muss nicht jede Frau und nicht jeder Mann diesen Trend mitmachen. Für die einen ist Labubu eine große Leidenschaft, für andere spielt er überhaupt keine Rolle. Aber den Namen sollte man zumindest schon einmal gehört haben und genau dafür ist dieser Artikel da. Jetzt wissen Sie, was es mit der kleinen Figur auf sich hat.
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