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So trinkt Thailand – ein bisschen süß, ein bisschen scharf und oft stärker als gedacht

Das Land hat auch flüssig einiges zu bieten und damit meine ich nicht nur Kokoswasser und Thai-Eistee. Die Welt der thailändischen Alkoholika ist überraschend vielfältig, regional verwurzelt und manchmal abenteuerlich.

Ich gebe es zu: Mit Alkohol habe ich selbst nicht viel am Hut. Ein Daiquiri alle paar Jahre oder ein Averna zur Verdauung, das war’s meistens schon.

Viele Freunde und Bekannte aus Deutschland, die hier in Thailand Urlaub gemacht haben, waren begeistert (oder manchmal leicht geschockt) von dem, was ihnen in Bars, auf Märkten oder beim Abendessen eingeschenkt wurde. Ehrlich gesagt: Die Neugier war groß, der Spaß noch größer und das Beste daran war, dass Alle genau wussten, wann es Zeit war, das Glas beiseitezustellen.

Ich habe sie nach ihren Erfahrungen gefragt und daraus ist dieser kleine Einblick in die bunte Welt der thailändischen Spirituosen entstanden. Ob süß, scharf, selbst gebraut oder serviert im Plastikeimer – so trinkt Thailand. Und es lohnt sich, genauer hinzuschauen.

Das Wichtigste vorneweg

In Thailand wird der Begriff „Whiskey“ sehr weit gefasst und nahezu für jede Art von Spirituose verwendet – solange es kein Wein oder Bier ist. Wenn Ihnen also „Whiskey“ angeboten wird, kann sich dahinter genauso gut Rum, Reiswodka oder eine ganz andere alkoholische Mischung verbergen.

Mekhong – der „Thai Whisky“, der eigentlich keiner ist

Mekhong ist für viele der Inbegriff thailändischer Hochprozentiger. Auch wenn er gerne als „Thai Whisky“ bezeichnet wird, handelt es sich technisch gesehen eher um einen Rum, hergestellt aus Zuckerrohr und Reis. Sein süßlich-würziger Geschmack eignet sich perfekt für Cocktails oder zum pur genießen, zum Beispiel mit Eis und Limette.

Mekhong wurde erstmals 1941 hergestellt und erfreut sich allergrößter Beliebtheit. Mekhong ist Thailands erste lokal hergestellte Markenspirituose. Mekhong wird in der Bangyikhan Destillery am Stadtrand von Bangkok destilliert, gemischt und abgefüllt. Kenner meinen, einen weichen Geschmack mit deutlichen Noten von Chili, Vanille, Kräutern und Gewürzen zu schmecken.

Sang Som – der Klassiker für jede Thai-Party

Ebenfalls oft als Whisky verkauft, ist Sang Som ein Rum, der in Thailand seit den 1970er-Jahren Kultstatus genießt. Zusammen mit Cola, Soda oder als „Thai Bucket“, einem kleinen Plastikeimer mit Eis und Mischgetränk – gehört Sang Som zu jeder Thai-Party wie Karaoke und Som Tam.

Sang Som, Lotus Phuket

Sang Som ist eigentlich ein destillierter Likör aus Zuckerrohr oder Melasse, der mit seinem Mix aus Kaffee-, Kokosnuss- und Weichzucker-Aromen richtig Spaß macht.

Ob Rum oder Whiskey? Da scheiden sich die Geister – die einen sagen so, die anderen so. Am Ende ist es vor allem eins: ein echtes Unikat mit viel Charakter.

Fünf Jahre reift Sang Som in verkohlten Eichenfässern, bevor er in Flaschen kommt. Das macht ihn schön mild und vollmundig – und zu einem thailändischen Klassiker, den man probiert haben sollte.

Lao Khao – der rustikale Reisschnaps

Der Name Lao Khao lässt sich mit weißer Geist“ übersetzen – was etwas irreführend ist, denn die Spirituose ist völlig farblos und klar.

Lao Khao ist eine Spirituose, die aus fermentiertem Reis hergestellt wird. Aufgrund ihres günstigen Preises und der leichten Verfügbarkeit ist sie vor allem in ländlichen Regionen bei der Arbeiterbevölkerung sehr beliebt.

Obwohl die regulierte, legale Produktion von Lao Khao in Thailand erst in den 1950er-Jahren begann, gehen viele davon aus, dass ein vergleichbares Getränk schon seit Jahrhunderten im Umlauf ist. Historische Berichte deuten darauf hin, dass ähnliche Reisschnäpse schon lange vor der Industrialisierung traditionell gebrannt wurden.

Mit einem Alkoholgehalt von etwa 30 % gehört Lao Khao zu den stärkeren Getränken des Landes. Er wird gerne zu würzigen Thai-Gerichten oder salzigen Snacks genossen und ist fest in der Alltagskultur vieler Thailänder verankert.

Ya Dong – Medizin, Mutprobe oder schon lebensmüde?

Ya Dong ist ein thailändischer Kräuterschnaps, der in Tonkrügen mit geheimen Kräutermischungen angesetzt wird. Ursprünglich als Heilmittel gedacht, wird er heute gerne am Straßenrand oder in kleinen Bars verkauft – oft in Begleitung von eingelegtem Tamarinden- oder Ingwersnack. Der Geschmack ist speziell. Wie ich von meinen thailändischen Freunden gehört habe: lieber Finger weg von Ya Dong – man weiß nie so genau, was da wirklich drin ist.

Sato – der süffige Reiswein

Sato ist ein thailändischer Reiswein, der aus Klebereis hergestellt wird. Sein Ursprung liegt im Nordosten des Landes, in der Region Isan. Ursprünglich wurde Sato vor allem bei Feierlichkeiten als zeremonielles Getränk konsumiert. Sein Popularitätsschub hat ihn heute zu einem Getränk gemacht, das von der thailändischen Bevölkerung fast täglich konsumiert wird. Der Alkoholgehalt liegt bei etwa 7 bis 10%.

Nam Bai Khao – Reisblattwasser

Ein traditioneller thailändischer Reiswein, der besonders in ländlichen Regionen Thailands, vor allem im Nordosten (Isaan), sehr beliebt ist. Nam Bai Khao bedeutet übersetzt etwa „Reisblattwasser“ oder „Reisblätter-Saft“. Es handelt sich dabei um einen hausgemachten, fermentierten Reiswein, der oft aus gekochtem Reis oder Klebreis hergestellt wird. Man verwendet dazu manchmal auch spezielle Hefekulturen und natürliche Zutaten, die dem Getränk einen milden, süßlich-fruchtigen Geschmack verleihen.

Nam Bai Khao schmeckt leicht süßlich, mild und ist weniger scharf als der bekannte Lao Khao (Reisschnaps). Der Alkoholgehalt liegt meist zwischen 10 und 15 Prozent, je nach Fermentationsdauer und Rezept.

Lao Daeng – süß, rot, gefährlich

Lao Daeng (übersetzt: „roter Alkohol“) sieht harmlos aus, schmeckt fast wie Bonbonsirup aber hat es in sich. Beliebt bei der jüngeren Generation und bei allen, die es süß mögen. Am besten nicht unterschätzen.

Tho Kha – Zuckerrohralkohol

Tho Kha wird aus fermentiertem Zuckerrohrsaft hergestellt. Der Name „Tho Kha“ kann man grob als „Zuckerrohralkohol“ übersetzen. Traditionell wird der Zuckerrohrsaft gesammelt, fermentiert und zu einem alkoholischen Getränk vergoren. Dabei entsteht ein süßer, manchmal leicht karamelliger Geschmack. Je nach Dauer der Fermentation liegt der Alkoholgehalt zwischen 15 und 25 Prozent.

Nach all den spannenden Schnäpsen und Kräuterlikören wird’s jetzt Zeit für etwas ganz Bodenständiges. Bier passt in Thailand einfach immer.

Singha – Die Marke mit dem mystischen Löwen

Das älteste und bekannteste thailändische Bier innerhalb und außerhalb Thailands ist das Singha-Bier, das in der Boon Rawd-Brauerei gebraut wird. Die Boon Rawd Brauerei begann 1933 im Norden von Bangkok zu brauen und ist eine der moderneren und größeren Brauereien in Thailand.

Singha Bier in Dosen, Thailand

Das Singha Bier hat einen Alkoholgehalt von 5%. Als Alternative bietet die Brauerei das Singha light Bier mit 3,5% Alkohol an.

Das Logo des Bieres ist eine thailändische mystische Kreatur in Form eines Löwen, der zur Geschichte und Nation Thailands gehört. Im übertragenen Sinne ist er das Symbol für Macht, Stärke, Mut, Führung und Loyalität. Am Flaschenhals befindet sich ein Garuda-Symbol, das offizielle Emblem des Landes und der Könige. Die Verleihung des Garuda-Symbol gilt als die höchste Auszeichnung für ein Unternehmen. Die Geschichte hinter dem Symbol lässt sich ins Jahr 1939 zurückverfolgen als König Rama VIII der Brauerei die Erlaubnis dafür erteilte. Es steht für Vertrauen in ein finanziell stabiles Unternehmen, das Qualitätsprodukte herstellt.

Singha ist nicht nur in Thailand ein beliebtes Getränk. Es ist wahrscheinlich das bekannteste thailändische Bier und wird von vielen als das beste Bier des Landes angesehen. Es hat einen milden Geschmack und ist leicht trinkbar. Singha-Bier wird weltweit in über 50 Länder exportiert.

Chang – Das Elefantenbier

Chang (Elefant) wird von der Thai Beverage Brauerei gebraut, die eine der größten und modernsten Brauereien Thailands ist. Der Hauptsitz der Brauerei befindet sich in Bangkok, aber Chang-Bier wird eigentlich in der Stadt Ayutthaya hergestellt. Chang-Bier ist ein weiteres sehr bekanntes Bier in Thailand. Es wird von vielen als ein gutes Bier angesehen. Es hat einen etwas stärkeren Geschmack als Singha.

Chang Bier Thailand

Chang-Bier erschien in Thailand erstmals Mitte der 1990er Jahre als direkter Konkurrent des etablierten Singha-Biers.

Das Chang-Bier hat in Thailand und anderen asiatischen Ländern enorm an Popularität gewonnen und ist nur fünf Jahre nach seiner Einführung zum meistverkauften Bier in Thailand geworden.

Dieses thailändische Bier ist ein Lagerbier mit einer ausgeprägten Bernsteinfarbe, das in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten wird, um den Geschmack der verschiedenen internationalen Märkte zu treffen.

Chang-Bier ist nach wie vor eines der bekanntesten thailändischen Getränke und es lohnt sich, es bei Ihrem nächsten Besuch in Thailand zu probieren. Der Alkoholgehalt liegt bei etwa 5%. Aufgrund dieses eher hohen Alkoholgehalts sind auf der Flasche zwei Elefanten abgebildet. Getreu dem Motto: Trink eins und du siehst zwei!

Leo – Das Bier mit dem Leopard

Leo Bier ist ein weiteres sehr populäres Bier in Thailand, das sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut. Es ist etwas preisgünstiger als Singha, aber nicht ganz so erschwinglich wie Chang.

Leo Bier Thailand

Sein Name bezieht sich nicht auf einen Löwen, wie oft angenommen wird, sondern auf die Kurzversion des Namen „Leopard“. Ein Leopard ist auch auf dem Logo zu sehen. Leo Bier wurde 1999 erstmals produziert. Wie auch Singha wird dieses Bier in der Boon Rawd Brauerei im Norden Bangkoks gebraut.

Damals musste die Brauerei mitansehen, wie sein führendes Bier Singha, enorme Marktanteile an die Biermarke Chang verlor. Das Unternehmen musste innovativ werden, um zu überleben. Sie kreierten Leo als erschwingliche Alternative zu Singha und es funktionierte. Leo wurde zu einem der beliebtesten alkoholischen Getränke des Landes. Es hat einen Alkoholgehalt von 5,5%, einen subtilen, süßen,“getreidigen“ Geschmack und ist leicht zu trinken. Wenn man Lagerbier mag, gibt es an Leo nichts auszusetzen. In den ersten Jahren der Einführung wurde Leo Bier bei Backpackern sehr beliebt als diese anfingen Chang zu meiden. Die Rucksack-Touristen glaubten, dass Leo von höherer Qualität sei, da es ihnen nicht den gleichen bösen Kater bescherte.

Phuket Bier – Ein Bier nach deutschen Reinheitsgebot

Eine Lifestyle Premium Biermarke, die von denjenigen geschätzt wird, die die paradiesische Insel Phuket als tropischen Urlaubsort kennen und lieben. Wer Phuket liebt, liebt dieses Bier mit dem Tukan.

Im Logo dieses thailändischen Bieres ist der Name der größten Insel des Landes zu erkennen. Phuket-Bier gibt es aber nicht nur auf der Insel Phuket, sondern auch in Bangkok, Pattaya und anderen Urlaubsorten, wenn auch nicht in jedem Geschäft. Wie das San Miguel Light Bier wird auch das Phuket-Bier in der San Miguel-Fabrik in der Provinz Pathum Thani nördlich von Bangkok hergestellt.

Auf dem grünen Etikett des Phuket-Biers ist ein berühmter tropischer Vogel, ein Tukan mit großem Schnabel abgebildet.

Phuket Bier, Lotus Chalong-Puhket

Das Phuket-Bier hat einen Alkoholgehalt von 5%. Es ist eines der ersten regionalen Biere in Thailand, das mit erstklassigem deutschen Hopfen und hochwertigem thailändischen Jasminreis gebraut wird. Es ist das einzige thailändische Bier, das dem deutschen Reinheitsgebot entspricht. Dieses Bier hat einen leicht süßlichen Geschmack und ist besonders bei Touristen sehr beliebt. Aufgrund seiner Einzigartigkeit wurde es als erstes thailändisches Bier bei den Monde Selection Awards 2006 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Cheers und Archa – günstig und von hoher Qualität

Cheers Bier in Flaschen und Aluminiumdosen finden Sie praktisch in jedem thailändischen Geschäft. Diese Biermarke wird seit 2005 von Heineken in Thailand hergestellt. Um nicht mit den hochwertigeren Biermarken desselben Konzerns zu konkurrieren, wird Cheers Bier zu einem der niedrigsten Preisen des Landes verkauft. Trotz seines niedrigen Preises ist das Cheers Bier von hoher Qualität und hat einen guten, leicht süßen Geschmack. Zu scharfen thailändischen Gerichten bietet Cheers einen wunderbaren Kontrast.

Archa Bier wird seit 2004 vom selben thailändischen Getränkehersteller produziert, der auch Chang Bier herstellt. Ursprünglich enthielt das Bier 5,4% Alkohol! 10 Jahre nach dem Erscheinen der ersten Flasche wurde der Alkoholgehalt auf 5% gesenkt.

Auf dem Etikett von Archa Bier ist der Kopf eines weißen Pferdes zu sehen. Das Logo des Bieres steht in direktem Zusammenhang mit seinem Namen. Das Wort „Archa“ wird in der thailändischen Sprache mit „Reiter“ übersetzt.

Archa Bier Thailand

Archa und Cheers Bier sollen sich angeblich in vielerlei Hinsicht ähnlich sein. Es handelt sich um preisgünstigere Biere, die aber sehr gut schmecken.

Letztendlich hängt es davon ab, welche Art von Bier Sie bevorzugen. Wenn Sie ein mildes Bier mögen, könnte Singha oder Leo ihr bevorzugtes Bier werden. Wenn Sie jedoch einen stärkeren Geschmack vorziehen, sollten Sie sich für Chang entscheiden.

Carabao Bier ist die neue Biermarke der bekannten thailändischen Energy-Drink-Firma Carabao. Der Name Carabao bedeutet wörtlich „Wasserbüffel“.

Seit 2023 mischt sie mit fünf Sorten – darunter Lager, Dunkel, Weizen, IPA und Rosé – den thailändischen Biermarkt auf. Gebraut wird nach deutschem Reinheitsgebot in einer modernen Brauerei in Chai Nat.

Die Biere werden nach traditioneller deutscher Braukunst gebraut, ausschließlich aus Malz, Hopfen und Hefe – was in Thailand bislang selten ist und ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.

Carabao Bier, Thailand

Ziel ist es, in kurzer Zeit zu den Top 3 Bierherstellern Thailands zu gehören. Carabao setzt dabei auf günstige Preise, starke landesweite Distribution und ergänzt sein Sortiment durch die höherpreisige Linie „Tawandang“.

Das Carabao Bier hat keinen Bezug zur thailändischen Musikband Carabao.

Tiger Beer in Thailand – Singapur trifft Siam

Eigentlich stammt Tiger Beer aus Singapur und nicht, wie viele denken, aus Thailand. Trotzdem gehört es inzwischen fest zur thailändischen Bierszene und ist in Supermärkten, Bars und Restaurants im ganzen Land zu finden. Wer in Thailand ein kühles Bier bestellt, denkt zwar zuerst an Chang, Leo oder Singha – doch auch Tiger hat sich als gute Alternative etabliert.

Tiger Beer wurde 1932 in Singapur gebraut und hat sich seitdem zur international bekannten Biermarke entwickelt. Es gehört heute zur Heineken-Gruppe und wird in mehr als 50 Ländern verkauft. In Thailand ist es längst kein Importprodukt mehr. Bereits seit 2004 wird es vor Ort von der Thai Asia Pacific Brewery (TAP Group) in Nonthaburi bei Bangkok produziert.

Tiger ist ein helles Lagerbier mit etwa 5 % Alkohol, das für seinen milden, leicht malzigen Geschmack bekannt ist. Die Brauerei verwendet Hopfen aus Deutschland, Gerste aus Australien und Hefe aus den Niederlanden. Diese internationale Zutatenmischung sorgt für einen ausgewogenen und sauberen Biergeschmack, der besonders bei heißem Klima angenehm erfrischt.

Trotz guter Qualität liegt Tiger mit einem Marktanteil von rund 4 % weit hinter den thailändischen Top-Marken.

Monkey Samui Golden Ale – Inselbier mit Charakter

Das Monkey Samui Golden Ale ist ein leichtes, fruchtig-frisches Bier aus einer kleinen Brauerei auf Koh Samui. Mit 4,9 % Alkohol, feiner Malznote und einem Hauch Zitrus ist es perfekt für heiße Tage am Strand. Die moderate Bitterkeit macht es gut trinkbar, während die dezente Hopfennote für einen erfrischenden Abgang sorgt. Ein Bier, das echtes Insel-Feeling ins Glas bringt.

Monkey Samui Golden Ale, Bier

Wenn Sie weder Bier noch Whiskey-Liebhaber sind – keine Sorge, es gibt noch Gin. Und der hat in Thailand gerade seinen großen Auftritt. Gin erlebt weltweit ein Comeback und Thailand mischt kräftig mit.

Gin, Bar Thailand


Destillierte Exotik: Premium Gin aus Thailand

In den letzten Jahren hat sich in Thailand eine lebendige Craft-Gin-Szene entwickelt. Was früher vom Import westlicher Marken dominiert wurde, wird heute zunehmend durch lokale Destillerien ersetzt, die mit viel Kreativität und regionalen Zutaten experimentieren. Thai Gin ist längst mehr als nur eine Kopie, er bringt den Geschmack Südostasiens ins Glas.

Gin

Viele dieser Gins entstehen in kleinen Chargen – small batch, locally distilled – und setzen auf typische Thai-Botanicals wie Zitronengras, Ingwer, Kaffirlimettenblätter, Galgant, Pandan, Thai-Basilikum oder Mango. So entstehen Gins, die sich deutlich von klassischen London Dry Gins abheben, oft frischer, floraler, manchmal würziger und mit einem Hauch tropischer Leichtigkeit.

Marken wie Chalong Bay, Siam Gin oder Three Spirits Gin sind ideal, um sie pur zu probieren oder in einem Cocktail zu genießen.

Wenn all das nichts für Sie ist, können Sie es immer noch fruchtig angehen: In Thailand gibt es auch Fruchtweine und Shakes mit Alkohol.

Fruchtweine in Thailand

In Thailand gewinnen Fruchtweine zunehmend an Beliebtheit, denn das tropische Klima bietet eine enorme Vielfalt an exotischen Früchten, die sich hervorragend für die Herstellung von Weinen eignen. Anders als beim klassischen Traubenwein wird hier der Saft von Früchten wie Mango, Litschi, Ananas, Rambutan oder sogar Durian fermentiert.

Die Herstellung von Fruchtweinen in Thailand kombiniert traditionelle Methoden mit moderner Technik, um die natürlichen Aromen und Süße der Früchte bestmöglich zu erhalten. So entstehen aromatische, oft süßliche Weine, die sich perfekt als erfrischender Aperitif oder zu thailändischen Speisen eignen.

Fruchtweine aus Thailand bieten eine spannende Alternative für Weinliebhaber, die neue Geschmackserlebnisse suchen.

Lao Pann – der alkoholische Shake

Und zu guter Letzt mein Favorit, den ich zwei- bis dreimal im Jahr mit Freunden auf den Night Markets genieße. Lao Pann ist ein angesagtes thailändisches Getränk, das meist harten Alkohol – oft thailändischen Whiskey oder Wodka – mit Eis, Sirup, Saft und manchmal auch Soda mischt. Alles wird zusammen im Smoothie-Stil kräftig geschüttelt oder gemixt und dann in Plastikbechern oder Tüten serviert. Süffig und fruchtig. Trotzdem gilt: so lecker sie auch sind, der Alkohol wirkt.

Gut zu wissen

Alkoholverkauf ist zeitlich geregelt: In Supermärkten oder 7-Eleven darf Alkohol nur zwischen 11–14 Uhr und 17–24 Uhr verkauft werden.

Religiöse Feiertage = alkoholfrei: An sogenannten „Dry Days“ (z. B. buddhistische Feiertage) wird weder verkauft noch ausgeschenkt.

Prost sagt man auf Thai übrigens „ไชโย“ (chaiyo).

Warnung zum Alkoholkonsum
Alkohol kann ein geselliges und genussvolles Erlebnis sein, doch ein regelmäßiger und übermäßiger Konsum – etwa das häufige Betrinken an den Wochenenden – birgt Risiken für die Gesundheit. Sollte jemand feststellen, dass das Trinken zur Gewohnheit wird oder das Leben beeinträchtigt, ist es wichtig, sich Unterstützung zu suchen.

Aufpassen: In Thailand liegt die gesetzliche Promillegrenze für das Fahren unter Alkoholeinfluss bei 0,05 % Blutalkoholkonzentration (BAC), was 50 mg Alkohol pro Deziliter Blut entspricht.

Alkohol am Steuer ist in Thailand ein großes Problem und eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle – sowohl bei Autos als auch bei Motorrollern. Trotz strenger Gesetze und Alkoholgrenzwerte überschreiten viele Fahrer, darunter sowohl Thais als auch Farangs die erlaubten Promillewerte.

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