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Trinkwasser in Thailand: Kann man Leitungswasser trinken?

Die klare Antwort lautet: Leitungswasser in Thailand ist kein Trinkwasser.

Trotz Aufbereitung in vielen Städten erreicht Leitungswasser in Thailand nicht die Trinkwasserstandards Europas – vor allem wegen alter Rohrleitungen, möglicher Verunreinigungen und regionaler Unterschiede in der Wasserqualität.

Wofür Leitungswasser in Thailand unbedenklich ist

Auch wenn Leitungswasser in Thailand nicht als Trinkwasser geeignet ist, kann es im Alltag dennoch bedenkenlos verwendet werden. Für Duschen und Baden ist es vollkommen sicher, ebenso zum Händewaschen und für die allgemeine Körperhygiene.

Auch beim Zähneputzen gilt Leitungswasser für die meisten Menschen als unproblematisch, da es dabei nicht in größeren Mengen geschluckt wird. Zudem kann es ohne Bedenken für den Abwasch von Geschirr genutzt werden – insbesondere dann, wenn das Geschirr anschließend gut trocknet wird.

Obst, Gemüse, Kaffee & Tee – lieber sicheres Wasser verwenden

In Thailand gilt beim Kochen und Zubereiten von Lebensmitteln Vorsicht: Obst und Gemüse sollte man besser mit abgefülltem oder gefiltertem Wasser waschen, besonders wenn man sie roh essen möchte. Gleiches gilt für Getränke wie Kaffee und Tee – auch hier ist Wasser aus dem Supermarkt oder aus dem Filter die sicherere Wahl.

Wie trinken Thais Wasser in Thailand?

Auch Einheimische trinken kein ungefiltertes Leitungswasser. Stattdessen greifen Thais auf bewährte Alternativen zurück, die im ganzen Land verfügbar sind. Am weitesten verbreitet ist Flaschenwasser, das es überall gibt – in 7-Eleven-Filialen und Supermärkten. Es ist günstig, leicht erhältlich und unterliegt strengen Qualitätskontrollen. Für Haushalte sind zudem große Wassergallonen mit 18 bis 20 Litern üblich, die regelmäßig geliefert oder an speziellen Stationen wieder aufgefüllt werden.

Ergänzt wird das Angebot durch öffentliche Wasserspender, die man in Wohnanlagen, an Straßen oder in Städten findet. Dort erhält man gefiltertes Trinkwasser für wenige Baht. Diese Systeme sind landesweit etabliert, alltagstauglich und gelten als zuverlässig.

Wer länger in Thailand lebt, greift oft zu Wasserfiltern

Ob Tischfilter, Untertischfilter oder eine Umkehrosmoseanlage – sie sorgen dafür, dass das Wasser sicher zum Trinken, Kochen oder für Kaffee und Tee ist. Außerdem spart man auf Dauer Geld, weil man nicht ständig Flaschenwasser kaufen muss. In Thailand bekommt man Filter leicht und zu fairen Preisen.

Eiswürfel in Getränken

Eiswürfel in Thailand sind in der Regel unbedenklich. Viele Reisende machen sich Sorgen, doch in Restaurants, Cafés und Hotels stammen Eiswürfel immer aus industrieller Herstellung. Sie werden aus gefiltertem oder aufbereitetem Wasser produziert und von zertifizierten Eisfabriken geliefert. Ein typisches Zeichen für professionelle Herstellung sind die bekannten Eiswürfel mit Loch in der Mitte. So kann man auch in Thailand Getränke bedenkenlos genießen.

So viele Wassersorten – für jeden Geschmack etwas

In Thailand gibt es Wasser in Hülle und Fülle – still, sprudelnd, mit oder ohne Geschmack. Ehrlich gesagt, stilles Wasser habe ich nie gern getrunken, deshalb kaufe ich mir Singha Soda Water, das prickelnde Wasser aus Thailand.

Viele Supermärkte und Convenience Stores bieten Wasser aus aller Welt an – von Italien über Frankreich bis nach Japan. Für Reisende bedeutet das, dass man problemlos zwischen bekannten Marken aus der Heimat, regionalen thailändischen Marken oder exotischen Importen wählen kann. Wer also etwas Abwechslung möchte, kann sich hier durch die verschiedensten Flaschen probieren – vom neutralen Mineralwasser bis zum prickelnden Soda mit leichten Geschmacksnuancen.

Internationale Wasser-Sorten in Thailand

Haupt-Unterschiede bei Mineralwasser: Mineralstoffgehalt

Ein zentraler Unterschied zwischen Mineralwässern in Thailand liegt im Mineralstoffgehalt. Je nach Quelle und Gesteinsschichten enthält jedes Wasser unterschiedliche Mengen und Kombinationen natürlicher Mineralien. Zu den wichtigsten zählen Calcium, das für Knochen und Zähne wichtig ist, Magnesium für Muskeln und Nerven sowie Bicarbonat, das den Säure-Basen-Haushalt unterstützen kann. Daneben spielen Natrium und Kalium eine Rolle für den Flüssigkeits- und Nervenhaushalt, während Chlorid, Sulfat oder Fluorid meist nur in kleinen, quellabhängigen Spuren vorkommen.

Auch innerhalb Thailands gibt es deutliche Unterschiede: Eine analysierte Mineralwasser-Sorte enthielt beispielsweise rund 20,8 mg/L Calcium, 7,6 mg/L Magnesium und etwa 92 mg/L Bicarbonat bei einem pH-Wert von 7,5. Andere Quellen weisen zusätzlich Spuren von Silizium, Chlorid oder Kalium auf – abhängig davon, durch welche Gesteinsarten das Wasser geflossen ist und aus welcher Region es stammt.

Grundsätzlich gilt: Je höher der natürliche Mineraliengehalt, desto „reicher“ ist das Wasser. Das macht sich nicht nur im Geschmack bemerkbar, sondern beeinflusst auch den pH-Wert und in gewissem Maß die Verträglichkeit und Wirkung im Körper.

Bekannte natürliche Quellen & Mineralwasser-Regionen in Thailand

In Thailand gibt es tatsächlich natürliche Quellen und Regionen, wo echtes Mineralwasser herkommt.

Mae Rim / Chiang Mai (Nord-Thailand)
Aus einer natürlichen kalten Quelle im Mae Rim-District kommt z. B. das Mineralwasser der Marke Aura. Dieses Wasser gilt als reich an Mineralien und ohne Schwefelgeruch.

Phop Phra / Tak (Nordwest-Thailand)
In dieser bergigen Region gibt es Quellen, aus denen z. B. Mont Fleur Mineralwasser abgefüllt wird. Dieses Quellwasser enthält mehrere Mineralien und wurde international prämiert.

Khao Yai Nationalpark (Zentral-Thailand)
Marken wie CAYLA Natural Mineral Water stammen aus mineralreichen Quellen im Umfeld des UNESCO-geschützten Khao Yai (Naturpark/Reservat).

Doi Chiang Dao / Chiang Mai
Einige Mineralwassermarken (z. B. Tara Springs und 6ty Degrees) nutzen Quellen aus dem Doi Chiang Dao Biosphere Reserve, wo Gesteinsschichten die Mineralien anreichern.

Sai Yok (Kanchanaburi)
Die Gegend um Sai Yok hat natürliche Quellen und artesische Brunnen, aus denen lokal abgefülltes Mineralwasser gewonnen wird – z. B. für die Marke Sai Yok Springs.

Surat Thani / Poonpin District (Süd-Thailand)
Für die Marke BonAqua (von Coca-Cola) wird das Wasser aus natürlichen mineralreichen Quellen im Poonpin-Distrikt in Surat Thani gewonnen.

Suanphung / Ratchaburi (West-Thailand)
Jaoka Spring Water kommt aus natürlichen Quellen in den Bergen dieses Bezirks und hat einen mittleren Mineralstoffanteil.

Wichtig: Nicht alle Flaschenwassermarken in Thailand sind echtes Mineralwasser aus natürlichen Quellen. Viele günstige Marken verwenden eher gefiltertes oder aufbereitetes Wasser (z. B. durch Umkehrosmose), dem ggf. Mineralien wieder zugesetzt werden oder das sehr arm an Mineralien ist. Achte auf Begriffe wie „natural spring water“ bzw. „natural mineral water“, wenn es wirklich aus einer Quelle stammen soll.

Gibt es natürlich kohlensäurehaltige Mineralwasserquellen?

Selters (Deutschland) – klassisches natürlich kohlensäurehaltiges Mineralwasser aus einer Quelle mit hohem Natrium-Hydrogencarbonat-Gehalt, das seit der Bronzezeit genutzt wird.

Borjomi (Georgien) oder Sairme (Georgien) – Mineralwässer aus Quellen, die auch mit natürlichem CO₂ angereichert sind und als sprudelnde Mineralwasser abgefüllt werden.

In Thailand ist die Herkunft von Kohlensäure im Wasser natürlicherweise sehr selten – jedenfalls gibt es keine weithin bekannte kommerzielle Mineralwasserquelle, die von Natur aus kohlensäurehaltiges Wasser liefert (wie Borjomi oder Selters).

Einen natürlichen „Soda-Brunnen“ in Kanchanaburi

In der Provinz Kanchanaburi wurde eine natürliche Quelle mit kohlensäurehaltigem Wasser entdeckt, bei der das Wasser selbstverständlich Blasen bildet. Diese sprudelnde Quelle ist trinkbar und hat ein Mineralprofil ähnlich dem berühmter europäischer Mineralquellen – allerdings wird dieses Wasser nicht kommerziell als abgefülltes Produkt verkauft, sondern ist eher lokal bekannt und untersucht worden.

Die Quelle produziert Wasser mit einem hohen Bicarbonat- und Mineralstoffanteil und zeigt natürliche Kohlensäurebildung – ein Hinweis darauf, dass es sich um ein echtes „Soda Spring“ handeln könnte.

Kommerziell abgefülltes natürlich kohlensäurehaltiges Mineralwasser aus Thailand ist derzeit praktisch nicht im Markt vertreten.

Wasser – unser lebenswichtiges Grundnahrungsmittel

Wasser ist für den Menschen unverzichtbar. Unser Körper besteht zu etwa 60 % aus Wasser, und jede Zelle benötigt es, um zu funktionieren. Es hilft beim Transport von Nährstoffen, reguliert die Körpertemperatur, unterstützt die Verdauung und spült Abfallstoffe aus.

Ohne Wasser kann ein Mensch nur wenige Tage überleben – in der Regel 3 bis 5 Tage, abhängig von Temperatur, körperlicher Aktivität und Gesundheitszustand. Schon ein leichter Mangel führt zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen. Deshalb ist ausreichendes Trinken jeden Tag lebensnotwendig – besonders in warmen Ländern wie Thailand, wo man durch Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit schnell Flüssigkeit verliert.

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